Die asiatische Küche erfreut Genießerinnen und Genießer selbstverständlich immer. Nach Festtagsbraten und Käsefondue aber steht sie gerade zu Beginn des neuen Jahres im Fokus vieler Menschen, die jetzt Lust auf einen knackigen, etwas leichteren Stil haben. Das muss nicht dringend etwas mit etwaigen guten Vorsätzen zu tun haben, sondern liegt schlicht an der Frische und dem exotischen Stil vieler Gerichte. Und eines ist klar: Schlicht von dieser einen asiatischen Küche zu sprechen, würde den unterschiedlichen Einflüssen, Kochstilen, Zubereitungsarten niemals gerecht. Am Ende stammen asiatische Rezepte aus den verschiedensten Ländern mit komplett unterschiedlichen Kochtraditionen. Und endlich kann mal wieder der Wok aus dem Schrank geholt werden. Das Kochen mit diesem Multitalent hat nämlich viele Vorteile.
Kochen mit dem Wok: schnell, nährstoffreich und fettarm!
Ein großer Vorteil beim Kochen im Wok ist die schnelle Zubereitung. Gemüse, Fisch und Fleisch werden nach und nach, je nach Garzeit, in den Wok gegeben und dann für kurze Zeit bei sehr hohen Temperaturen im Wok geschwenkt. Dabei befindet sich die heißeste Stelle im Zentrum der Pfanne. Durch das sehr heiße und dennoch kurze Anbraten im Wok hat diese Zubereitungsmethode den Vorteil, dass viele Nährstoffe in den Lebensmitteln erhalten bleiben. Bei langen Garmethoden in Topf oder Pfanne gehen oftmals viele wichtige Nährstoffe, Mineralstoffe und Vitamine verloren.

Ebenfalls beim Kochen mit dem Wok von Vorteil: Durch die kurze Zubereitungszeit bei hoher Temperatur bleibt das Gemüse immer knackig. Im Gegensatz zu vielen Pfannen- und Topfgerichten, in denen das Gemüse oftmals weich wird, behält das Gemüse im Wok seinen Biss. Zudem wird relativ wenig Öl für die Zubereitung von Speisen benötigt. Das liegt daran, dass ein Wok vor der Nutzung eingebrannt wird und dadurch eine natürliche Schutzschicht, die Patina, hat oder aber eine Antihaft-Beschichtung dazu beiträgt, dass im Vergleich zum Braten in der Pfanne wenig Öl benötigt wird. Dadurch verringert sich der Fettanteil der Speisen. Zum Braten im Wok eignet sich besonders hitzebeständiges Öl mit einem hohen Rauchpunkt. Vor allem Erdnussöl und Kokosöl sind sehr beliebt.
Intelligente Hitzeverteilung
Die Hitzeverteilung im Wok unterscheidet sich stark von der einer herkömmlichen Pfanne. Gerade für die typischen Zubereitungsmethoden im Wok ist das sehr von Vorteil. Die Temperatur in einer Wok-Pfanne ist im Zentrum am höchsten. Das heißt, dass die Zutaten in der Mitte der Pfanne hervorragend scharf angebraten werden können. Der Rand des Woks kann ideal zum Warmhalten von Fisch, Fleisch, Gemüse oder Tofu genutzt werden, währenddessen andere Zutaten braten.
Lebensmittel- und Aromenvielfalt in der asiatischen Küche
Dass asiatische Gerichte häufig als besonders nahrhaft gelten, liegt auch an ihren Zutaten. Frisches Gemüse ist fast obligatorisch, wobei Sie nicht zwingend auf exotischere Sorten wie Pak Choi angewiesen sind, der auch hierzulande immer häufiger erhältlich ist. Brokkoli, Möhren, Paprika und Zucchini sind ebenso perfekt als Zutat für Asia-Pfannen- oder Asia-Salat-Rezepte geeignet. Authentisch werden Ihre Gerichte mithilfe von beispielsweise kürbisartigen Chayoten, Bambussprossen oder Okras.

Genießen Sie zudem die raffinierte Kombination von süßer Kokosmilch und scharfem Ingwer in thailändischen Rezepten. Erleben Sie den einzigartigen Geschmack von Sojasoße – Sie werden überrascht sein, wie abwechslungsreich und lecker das ist. Experimentieren Sie einmal mit intensiven Kräutern wie Koriander oder Thai-Basilikum. Letzteres schmeckt deutlich kräftiger als sein hierzulande bekanntes Pendant, zudem pfeffrig und ein wenig nach Anis. Auch Zitronengras kommt häufig vor, zum Würzen werden zudem Koriandersamen, Kreuzkümmel, Zimt, Kardamom, hin und wieder auch Piment verwendet. Die nötige Säure bringen Limetten, salzige Noten Sojasoße. In vielen Rezepten stehen auch die berühmten asiatischen Fisch‑, Teriyaki- und Austern-Soßen auf der Zutatenliste.
Zaubern Sie sich einen asiatischen “Streetfood-Klassiker”
Wie ein Bummel über einen der bunten japanischen Lebensmittelmärkte schmeckt der Streetfood-Klassiker Yaki Udon. Mit unserem Rezept bereiten Sie die Asia-Nudeln ganz einfach zu Hause zu. Für vier Portionen benötigen Sie:
Zutaten für die Mentsuyu-Soße:
- 50 ml Sake (Reiswein)
- 50 ml Sojasoße
- 50 ml Mirin (süßer Reiswein)
- 1 TL Zucker
- 3 g Dashi-Brühe (jap. Algenbrühe)
Für die Udon-Nudeln:
- 400 g Udon Nudeln, japanisch
- 3 Frühlingszwiebeln
- 2 Zehen Knoblauch
- 2 cm Ingwer
- 2 Karotten
- 5 Blatt Weißkohl
- 250 g Shiitake-Pilze
- 400 g Schweinefleisch
- 2 EL Erdnussöl

- Für die Soße 300 ml Wasser, Sake, Sojasoße, Mirin, Zucker und Dashi-Brühe in einen Topf geben und unter regelmäßigem Rühren aufkochen lassen. Für 5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Von der Herdplatte ziehen und abkühlen lassen.
- Udon Nudeln nach Packungsanleitung in ausreichend Wasser garkochen. Abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und in einem Sieb abtropfen lassen.
- Frühlingszwiebeln waschen und schräg in mundgerechte Stücke schneiden. Knoblauch pellen und fein hacken. Ingwer schälen und fein würfeln. Karotte waschen, schälen und in dünne Streifen schneiden. Weißkohlblätter waschen, mit Küchenkrepp trocken tupfen und in dünne Streifen schneiden. Shiitake-Pilze putzen und halbieren. Schweinefleisch in mundgerechte Stücke schneiden.
- Erdnussöl in einem Wok oder einer tiefen Pfanne erhitzen. Schweinefleisch hineingeben und von allen Seiten anbraten. Gemüse zugeben und für 5–6 Minuten unter regelmäßigem Wenden mitbraten. Zuletzt die Udon-Nudeln zugeben und unterheben. Mit der Mentsuyu-Soße ablöschen und kurz durchschwenken.
Wir von EDEKA Ralf Engelhard wünschen 食欲をそそる oder Shokuyoku o sosoru oder (noch verständlicher): GUTEN APPETIT!